WILDTIERE IN DEN ALPENWILD
Eine Gitzo-Story von Aurelie Gonin
Von allen Tierarten, die in den Alpen vorkommen, sind Murmeltiere, Gämsen und Steinböcke zweifelsohne die bedeutendsten. Sie leben in mittlerer Höhe, zwischen Wäldern und Gletschern, auf alpinen Wiesen und in Felswänden. Sie sind in allen Alpenmassiven zu finden, aber aufgrund der großen Skigebiete und der Überfrequentierung der Berge konzentrieren sie sich hauptsächlich in Naturschutzgebieten und Nationalparks, wie hier in Gran Paradiso im italienischen Aostatal.






Sie sind an das raue Gebirgsklima angepasst, aber der Winter bleibt eine schwierige Jahreszeit für sie. Schnee macht das Reisen mühsam, Nahrung ist schwerer zu finden, und Lawinen können sie mitreißen. Um diesen harten Monaten zu entgehen, halten Murmeltiere Winterschlaf in ihren Höhlen und leben von den Fettreserven, die sie im Herbst angelegt haben. Sie kommen erst mit der ersten Wärme des Frühlings zum Vorschein, wenn der Schnee zu schmelzen beginnt. Die Temperaturen steigen, aber in dieser Jahreszeit, in der noch viel Schnee in den Bergen liegt, ist es nicht ungewöhnlich, dass sich Schneefälle mit warmen Perioden abwechseln.
Gämse kommen zum Schutz vor dem Winter in die Wälder, wo es weniger Schnee gibt als auf den Almen, und ernähren sich von kleinen Sträuchern und Efeu. Sie sind leicht von anderen Ziegenartigen durch ihre kleinen, spitzen schwarzen Hörner zu unterscheiden, die sie ihr Leben lang behalten. Schwerer zu unterscheiden sind hingegen Männchen und Weibchen dieser Art. Im Frühjahr genießen sie die ersten frischen Gräser in den Tälern, ziehen aber bald in ihre hochgelegenen Lebensräume hinauf, wo sie Bergblumen und Alpenklee fressen.
GÄMSEN SIND SEHR WILD, VIELLEICHT WEIL SIE WISSEN, DASS MENSCHEN SIE JAGEN, UND ANNÄHERUNGEN ERFORDERN VIEL LIST.
Steinböcke sind massiver als Gämsen und leicht an den imposanten Hörnern der männlichen Tiere zu erkennen. Weibchen und Jungtiere können mit Gämsen verwechselt werden, da ihre Hörner kürzer sind. Allerdings ist ihr Fell heller. Im Frühjahr wechseln sie von ihrem Winter- zu ihrem Sommerkleid. Die Form und der Halt ihrer Füße verleihen ihnen große Geschicklichkeit in den Felswänden, wo sie leben und sich mit einer Agilität bewegen, die Kletterer träumen lässt.
Im 19. Jahrhundert wäre die Art aufgrund der Jagd fast ausgerottet worden, doch glücklicherweise verbot der König von Piemont-Sardinien diese 1821 und schuf das Reservat Gran Paradiso, das heute ein Nationalpark ist. Die Wiederansiedlung in Frankreich, wo die Art fast verschwunden war, wurde dank dieser Steinböcke aus dem Aostatal möglich. Heute ist die Art geschützt und nicht scheu. Sie lässt sich beim Aufstieg in größere Höhen gut beobachten und fotografieren.
Aurelies Ausrüstung
Um das Beste aus Ihren Expeditionen in die Tierwelt herauszuholen, ist die Wahl der perfekten Ausrüstung entscheidend.

